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THE LIPS OV FIRE

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Katalognummer: NFR 009

Artist: THE LIPS OV FIRE

Titel: THE SPIRIT

Format: Digipack EP

Year: 2016

Kaufen/Buy: ab 07.00 Euro im NFR Shop

 

01. The Spirit  02. Day Of Doom  03. Devil

 

 

Tief aus den dunkelsten Ecken der Seele rufen THE LIPS OV FIRE nach den Geistern und Dämonen. Sie nehmen euch mit auf eine reise zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten. Lasst euch treiben auf dem Fluss des Todes und fühlt die Ekstase!

 

Deep from the darkest corners of the soul, THE LIPS OV FIRE call the spirits and demons. They take you on a journey between the world of the living and the world of the dead. Let yourself drift into the river of death and feel his ecstasy!

 

 

 

Label: email@NorthernFogRecords.com

Band: facebook.com/LipsOvFire

Bloodchamber.de: THE LIPS OV FIRE kann man als Dresdens Beitrag zur seit geraumer Zeit rollenden Okkult Rock-Welle bezeichnen, denn der Dreier weist alle einschlägigen Ingredienzen auf: Simple Riffs mit düsterem Anstrich und moderater Härte, halldurchsetzte Texte zwischen Crowley und Lovecraft, ov statt of und ein sehr stimmungsvolles Konzept in Sachen Bandfotografie. Dazu hat man eine Frontfrau am Start, die den richtigen Ton zwischen drogenschwangerer Morris-Attitüde und Medusa findet - soweit alles prima, soweit alles bekannt.

Die Stücke selbst überzeugen zu zwei Dritteln durch Bodenständigkeit: Der knapp über 7 Minuten lange Titeltrack stellt fraglos das Gesellenstück dar und führt den Hörer dem entsprechend von schleppendem Auftakt über flockigen Mittelteil bis hin zum etwas drückenderen Ausklang durch das komplette Dorf. Neben der zwischen Laszivität und Attitüde schwankenden Gesangsdarbietung fallen vor allem die Gitarren positiv auf, die mit immer wieder elegant eingeflochtenen Leads und Soli dafür sorgen, dass man sich das Ganze einfach gerne anhört. Auch das anschließende "Day Of Doom" flutscht dank dieser Kombination sekundenschnell ins Ohr, ist insgesamt jedoch etwas straighter und verzichtet auf die psychedelischen Anbauten des Openers. Das kostet dann zwar ein wenig Dynamik, macht den kleinen Rocker jedoch nicht weniger sympathisch.

Weniger sympathisch trifft vielmehr auf das abschließende "Devil" zu, das genau die behäbig vor sich hin schwurbelnde Blues Rock-Suppe auffährt, die mir bisher noch jede Scheibe des Genres vergraulen konnte. Klar, historisch macht das Ganze durchaus Sinn (roots und so), hat mit Sicherheit auch seine Fans - in meinen Ohren klingt es jedoch leider auch nach bierbäuchigen Karohemd-Trägern mit Pferdeschwanz und Halbglatze, die sich bei Manni in der Eckkneipe über die geilen Zeiten unterhalten. Damals. Vor 50 Jahren. Weißte ja selber. Das wiederum ist bekanntlich Geschmackssache und sollte Freunde von Retro-Rock mit psychedelischen Glanzlichtern nicht von einer Stichprobe abhalten - am besten anhand des Titeltracks:

 

Stormbringer.at: Die Retro-Rock-Welle dreht sich munter weiter. Nachdem JEX THOTH und JESS AND THE ANCIENT ONES schon lange nichts mehr von sich haben hören lassen, schüttelten BLOOD CEREMONY dieses Jahr ein neues, vertontes okkultes Ritual aus den Ärmeln und neue Okkult-Rock-Bands wie LUCIFER (hier gehts zum Review von "Lucifer I"), HIGH PRIEST OF SATURN und ganz aktuell PSYCHEDELIC WITCHCRAFT machten von sich reden. Und mit THE LIPS OV FIRE macht sich eine weitere deutsche Okkult-Psychedelic-Retro-Rock-Band mit weiblicher Stimme auf den Weg der Neo-69er-Klänge. Die Einflüsse des Dresdener Okkult-Vierers lesen sich wie das Who-Is-Who der 60er/70er-Szene und steigern besonders durch die Angabe von THE DOORS, 13TH FLOOR ELEVATORS, COVEN und BLACK SABBATH die Erwartungen.

Den Auftakt der EP macht „The Spirit“, das gekonnt verträumt anfängt und mit seinen hohen Gitarrenklängen die reinste Gänsehaut erzeugt, bevor THE LIPS OV FIRE die Geschwindigkeitsschrauben anziehen und durch die Lauschlappen rocken, doch mit diesen schnelleren und rockigeren Phasen beschädigen sie leider das Anfangsgefühl. Zwar wechseln sich immer mal wieder die ruhigen mit den rockigeren Passagen ab, doch gerade die ruhigeren Phasen stehen der Band sehr viel besser zu Gesicht und können das Gefühl sehr viel deutlicher an den Hörer herantragen. Der Mittelteil überzeugt mit einem starken Solo, doch mit fast acht Minuten Spielzeit fällt die Nummer deutlich zu lang aus.

Nach einem sehr harmonischen Start kann „Day Of Doom“ mit sehr einfallsreichen, groovenden, hooklastigen Riffs überzeugen. Es wabert psychedelisch, treibt nach vorn, doch dann zeichnet sich ähnlich wie beim Opener „The Spirit“ ab, dass die rockigeren Moment irgendwie nicht richtig zünden. Soundspielerein lassen die Nummer sehr abwechslungsreich daherkommen.

„Devil“ ist ein okkulter Blues Rock-Stampfer und sorgt für Abwechslung auf der EP. Mit passenden Blues Rock Mundharmonikalinien mausert sich die Nummer problemlos zum Lauschlappen-Orgasmusfaktor der Langrille und flirtet währenddessen leicht mit THE DOORS-Erinnerungen.

Das Material auf „The Spirit“ ist gelungen, doch sollten THE LIPS OV FIRE noch eine Schippe drauf packen, um sich von der teils großartigen Konkurrenz abheben zu können. Ich für meinen Teil freue mich jedenfalls auf die erste Langrille des Dresdener Okkult-Psychedelic-Vierers. Lauschlappen-Orgasmusfaktor: „Devil“.

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